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GPS Outdoor Gerät
Magellan Triton 2000

http://www.magellang...

Das Testgerät wurde freundlicherweise von DANTOTEC zur Verfügung gestellt!

 

Erste Eindrücke:

 

Das Topgerät der Triton-Serie ist nicht gerade klein, liegt dafür aber recht gut in der Hand. Die wichtigsten Tasten zur Bedienung sind wie bei einem Handy unterhalb des Displays angebracht.

Zwei Zoomtasten, eine Pagetaste, eine Menütaste, eine ESC-Taste und in der Mitte die Cursorsteuerung mit Bestätigungstaste. Die Cursorsteuerung funktioniert recht gut und macht auch einen stabilen Eindruck, knackst jedoch ganz leicht und der Druckpunkt ist anfangs nicht ganz eindeutig. Der große Touchscreen ist eventuell eine Spur zu tief im Gehäuse verbaut, sodass es bei einer Bedienung mit dem Finger am Bildschirmrand zu leichten Problemen kommen kann. Unterhalb der Tasten an der linken Seite befindet sich ein kleiner Stift, welcher zur Unterstützung beim Tippen auf dem Bildschirm dienen sollte. Die Bedienung mit dem Finger und den Tasten funktioniert jedoch so gut, dass ich den Stift nie richtig verwendet habe.

An der rechten Seite befindet sich der Einschaltknopf. Zum Einschalten solange den Knopf drücken bis das Magellan Logo erscheint. Darunter ist der SD-Karten Slot und ein Kopfhöreranschluss (3,5 mm Klinkenstecker).

An der linken Seite sind von oben nach unten ein Lichtschalter, ein Lockschalter und ein Antennenanschluss. Der Lichtschalter dient einerseits zum Einstellen der Hintergrundbeleuchtung (kurzer Druck) und andererseits zum Einschalten der LED-Taschenlampe (langer Druck). Der Lockschalter, ein kleiner Schiebeschalter, dient zum Sperren der Tasten und des Bildschirmes. Man wird leider nicht darauf hingewiesen wenn der Gerätelock eingeschaltet ist. Alle Schalter und Anschlüsse sind mit Gummiabdeckungen gegen Staub und Wasser geschützt. Nur der PC-Anschluss an der Rückseite liegt frei offen.

 

Als Betriebssystem läuft eine Windows-Version. Ich schaffte es gleich nach dem ersten Einschalten einen Absturz zu erzeugen, und zwar im Kompassmodus nachdem ich eine Kalibrierung durchführen wollte und diese nicht funktioniert hat, bekam ich eine windowstypische Fehlermeldung zu sehen. Danach half nur noch ein Neustart des Gerätes. Das war aber auch der einzige Softwarefehler, welcher durch eine nicht korrekte Handhabung bei der Kalibrierung enstand.

 

Die Bedienung des Triton:

 

Der Triton 2000 lässt sich wie der Triton 1500 entweder über die Tasten oder über den Touchscreen bedienen. Mit der PAGE Taste kann man zwischen den einzelnen Modi umschalten. Der Hauptmodus besitzt die Kartendarstellung sowie bis zu 4 zusätzlich einblendbare Datenfelder. Die weiteren Modi sind der Reihenfolge nach: Aktuelle Standortinfos, 4 große Datenfelder, Tachometer, Kompass, Höhenmesser/Barometer, Satelliteninfos.

Die Menütaste besitzt in jedem Modus eine andere Funktion oder ist nicht belegt. So kann beispielsweise nur im Kartenmodus das erweiterte Menü mit GO TO, ERSTELLEN und ANZEIGEN aufgerufen werden.

Die Reihenfolge der einzelnen Modi ist nicht veränderbar. Dies kann unter Umständen etwas ärgerlich sein. Beispiel: Man hat eine Navigation gestartet und möchte öfters zwischen Karte  und Kompass wechseln. Befindet man sich im Kompassmodus so muss man vier mal die Page Taste drücken damit man zum Kompass gelangt. Umgekehrt sind drei mal drücken notwendig um wieder in den Kartenmodus zu gelangen. In der Satellitenanzeige kann es etwas länger dauern bis der Triton auf ein weiteres Drücken der Page-Taste reagiert – das ganze kann somit etwas ärgerlich sein!

Ansonst ist die Bedienung nicht besonderlich schwer, sodass man sich recht schnell damit zurecht findet.

Für leichte Verwirrung sorgte der Punkt Tracks im Menüpunkt ANZEIGE. Vermutet man dort etwa die gespeicherten Tracks so wird man enttäuscht. Hier ist lediglich nur der aktuelle Track im Speicher, also der zurückgelegte Weg, sichtbar und kann gespeichert oder gelöscht werden. Will man die gespeicherten Tracks betrachten so muss man auf GOTO und SPUR gehen. Magellan verwendet also für abgespeicherte Tracks die Bezeichnung SPUR.

 

Empfehlenswert ist nach jeder Tour den Track als Spur abzuspeichern und die Trackaufzeichnung unter ANZEIGEN – TRACKS zu löschen. Der Triton speichert immer den gesamten Track ab. Eine Stückelung oder getrennte Abspeicherung ist nicht möglich.

 

Akkulaufzeit:

 

Ein wichtiger Punkt bei Outdoorgeräten ist natürlich die Stromversorgung bzw. die erzielbare Laufzeit mit einer Akkuladung. Der Triton verwendet zwei normale AA-Batterien oder auch Akkubatterien, kann also problemlos gewechselt werden falls mal bei einer Tour der Akku leer wird. Mit zwei Akkubattieren vom Typ NiMH (2700 mAh) erreichte ich eine Akkulaufzeit mit voller Hintergrundbeleuchtung von 7 Stunden, ohne Hintergrundbeleuchtung 10 Stunden. Das Gerät zeichnete in dieser Zeit ständig die Position auf, wurde aber sonst nicht verwendet. Eine etwas längere Laufzeit wäre eventuell nicht schlecht, im Normalfall reicht es jedoch für einen Tourentag aus.

 

Tasten- und Bildschirmsperre:

 

Der Triton besitzt an der rechten Seite einen kleinen Schieber zum Sperren der Tasten und des Bildschirmes. Nach Betätigung kann keine ungewollte Eingabe mehr erfolgen. Leider gibt es hier eine Ausnahme: den Ausschaltknopf. Mir ist gleich bei der ersten Wanderung passiert dass sich der Triton von selber ausgeschaltet hat. Zunächst wusste ich keine Erklärung dafür, nachdem ich es aber mal zufällig selber gesehen habe wars klar. Der Ein/Ausschaltknopf besitzt nur einen sehr leichten Druckpunkt. Wird auf den Knopf somit ein leichter Druck ausgeübt schaltet sich das Gerät nach wenigen Sekunden von selber aus. Im Grunde ist das nur ein Softwarefehler und kann eventuell durch ein Update gelöst werden, etwas ärgerlich war es jedoch anfangs schon.

 

Der GPS Empfang des Triton 2000:

 

In der Triton-Serie arbeitet der zurzeit wohl beste GPS Empfänger (SIRF III). In Sachen Genauigkeit ist der Triton also absolut gleichwertig zu einem Garmin 60CSx. Mir ist bei den ersten Tests kein besonderer Nachteil aufgefallen. Alle Anforderungen wurden mit den derzeit möglichen Ergebnissen erfüllt.

Zum Thema GPS Empfang sollte man eines beachten: Derzeit sind Genauigkeiten von ca. 5 m möglich. Die Betonung liegt auf „möglich“. Viele Faktoren verschlechtern den Empfang. Vor allem bei der Verwendung im Gebirge wird man relativ schnell an die Grenzen heutiger GPS Empfänger stoßen. Wandert man beispielsweise entlang einer Wand so kann sich die Genauigkeit schon mal auf 20 bis 30 m oder auch mehr verschlechtern. Auch kurze Falschmessungen bis zu 100 Metern sind möglich. Man erkennt solche „Ausreißer“ jedoch sehr schnell im Kartenmodus wenn die aufgezeichnete Strecke plötzliche Sprünge aufweist. Der Grund liegt hier oft bei Reflexionen der GPS Signale an den Wänden, die dann vom Gerät falsch interpretiert werden. Dichte Wälder beeinflussen den Empfang zwar schon noch ein bisschen aber nicht mehr so schlimm wie bei den ersten GPS Geräten.

 

Barometer/Höhenmesser:

 

Der Triton 2000 besitzt zusätzlich einen elektronischen Kompass und einen barometrischen Höhenmesser. Beide Sensoren lassen sich getrennt abschalten. Der Höhenmesser kalibriert sich durch die GPS Signale, eine andere Art der Kalibrierung ist nicht möglich!

Um den Kompass kalibrieren zu können wechselt man in den Kompassmodus, drückt die Menütaste und wählt Kompass kalibrieren aus. Nach drücken der Starttaste dreht man den Kompass waagrecht in eine Richtung bis der gesamte innere Kreis rot ist. Danach wird man noch aufgefordert den Triton umzudrehen und warten bis ein Signalton erklingt. Danach ist die Kalibrierung abgeschlossen.

 

Verbinden mit dem Computer:

 

Bevor man den Triton mit dem Computer verbinden kann, muss VantagePoint installiert werden. Beim Installieren von VantagePoint werden die benötigten USB-Treiber auf c:\MagellanDrivers kopiert. Verbindet man den Triton das erste mal mit dem PC so wird versucht die Software Neptune zu installieren. Gelingt das nicht aufs erste mal gibt man den oben genannten Ordner an und schon sollte alles einwandfrei installiert werden.

Nach dem Start von VantagePoint wird automatisch eine Verbindung mit dem Triton hergestellt.

VantagePoint bietet die Möglichkeit Tracks, Routen, Wegpunkte, Geocaches und Karten zwischen dem PC und dem Triton zu übertragen. Ausserdem ermöglicht die Kartendarstellung eine direkte Tourenplanung. Durch die Import- und Exportfunktion können Daten aus den verschiedensten Formaten ausgetauscht werden.

 

Bei meinem Windows Vista Notebook kam zu einem Grafikfehler welcher vermutlich auf einen Fehler im DirectX-Treiber zurückzuführen ist. VantagePoint zeigte keine Karte an. Alles andere funktionierte einwandfrei. Unter Windows XP trat dieser Fehler nicht auf.

 

Karten:

 

Der Triton unterstützt sowohl Vektorkarten als auch Rasterkarten, einziges Problem ist derzeit jedoch die Verfügbarkeit dieser Karten. Vektorkarten sind schön langsam im Kommen und auch für einige Länder in Europa verfügbar. Auch kostenlose Karten werden im Internet angeboten. Diese beinhalten ein sehr genaues Geländemodell in Form von Höhenlinien. Strassen, Wege usw. sind jedoch eher weniger enthalten. Eine Übersicht an kommerziellen Karten gibt es hier, kostenlose Karten findet man unter Anderem hier.

Zum Thema Rasterkarten lässt sich zurzeit folgendes sagen: Der Triton 2000 unterstützt diese, jedoch gibt es noch sehr wenige Karten im dafür notwendigen Magellan-Format. Die erste Topokarte im Rasterformat für den Magellan ist die National Geographics TOPO Maps. Eine Testkarte aus einem Gebiet der USA liegt dem Magellan bei. Wann Rasterkarten von Europa erscheint, steht noch nicht fest, wird aber wohl nicht mehr lange dauern. 

 

 

Routen, Tracks und Wegpunkte:

 

Mit Hilfe von VantagePoint lassen sich Tracks (bei Magellan als Spur bezeichnet) aus den verschiedensten Formaten importieren. Dazu gehören unter anderem: Magellan Meridian .trk, Magellan eXplorist .log, Garmin GPS .gdb, Garmin PCX5 .pcx, GPS eXchange .gpx, National Geogr. Topo .tpo.

Die Tracks können anschließend auf den Triton übertragen werden. Tracks aus gpx-Dateien müssen einen Timpstamp besitzten, d.h. jeder Trackpunkt muss ein <time> Feld haben. Dem Triton ist es egal ob die Zeiten in diesem Feld einen Sinn ergeben oder nicht, es muss lediglich vorhanden sein. Ich erwähne diese Tatsache, da man bei diversen Tourenportalen im Internet teilweise „unvollständige GPS Daten“ bekommt. VantagePoint zeigt dann zwar den Track richtig an, der Triton kann die Daten jedoch nicht lesen und der Track ist somit unbrauchbar. Mit einem Programm wie beispielsweise Amap Fly lässt sich ein Timestamp, wenn auch ein falscher, hinzufügen. Somit stimmen zwar im Triton Anfangs- und Endzeiten nicht, der Track wird aber dafür richtig interpretiert.

Die Tracks (Spuren) können im Triton auf der Karte dargestellt oder ausgeblendet werden. Angezeigte Tracks werden in der Karte mit einer blau strichlierten Linie angezeigt, ein Farbwechsel ist nicht möglich. Der aktuell zurückgelegte Weg welcher vom Triton automatisch aufgezeichnet wird, ist in der Karte Orange dargestellt.

 

Eine Navigation kann anhand eines einzelnen Wegpunktes, einer Route oder auch anhand eines Tracks (Spur) durchgeführt werden. In allen Fällen wird der Routenverlauf als gelbe Linie zwischen den einzelnen Wegpunkten dargestellt. Der Weg zum nächsten Punkt wird als direkte Luftlinie in rot dargestellt.

 

Eine Routenplanung erfolgt entweder direkt mit dem Triton anhand von Wegpunkten oder man plant die Route vorab mit VantagePoint. Bei Topokarten funktioniert das ohne automatische Routingfunktion, d.h. man zeichnet die Route gleich wie einen Track, und zwar Punkt für Punkt. Die Punkte werden immer mit einer direkten Linie verbunden. Bei routingfähigen Karten wird automatisch eine Route zwischen zwei Punkten anhand der Strasseninformationen der Karte erstellt.

 

Ein Nachteil des Triton 2000: Es kann keine Wegpunktprojektion, sowie keine Peilung anhand von Richtung und Entfernung durchgeführt werden. Personen die diese Funktion desöfteren benötigen sind die Geocacher. Manche Rätsel erfordern eine Peilung um zum nächsten Punkt zu gelangen. Dies ist dann nur sehr umständlich und ungenau mit dem Triton möglich. Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist die Tatsache dass diese Funktion eventuell durch ein Software-Update irgendwann einmal ergänzt wird.

 

Geocaching:

 

VantagePoint unterstützt Geocaches im gpx und gs Format. Eine direkte Schnittstelle zwischen Geocaching.com und Magellan wird zurzeit (Oktober 08) noch nicht unterstützt. Um dennoch Geocaches am Triton nutzen zu können ladet man sich einfach den entsprechenden Geocache als gpx-Datei herunter und importiert diesen in VantagePoint. Nach der Übertragung auf den Triton kann man unter GoTo und Geocache die Details abrufen und die Navigation zum Geocache starten.

 

Es ist auch möglich Geocaches direkt am Triton zu erstellen und alle wichtigen Punkte wie Schwierigkeit und Bemerkung direkt vor Ort zu ergänzen. Der fertige Geocache kann in VantagePoint übertragen und als gpx oder gs Datei exportiert werden.

 

 

Annäherung und Alarme:

 

Der Triton bietet die Möglichkeit verschiedene Alarme zu definieren wie z.B. Kursabweichung, Anker usw. Es ertönt dann ein sanfter Ton und man wird auf den entsprechenden Alarm hingewiesen. Die Kursabweichung wird bei einer Route eingesetzt und gibt die seitliche Abweichung zur vorgegebenen Route an. Der Anker ist für einen Wegpunkt definiert. Um den Anker nützen zu können muss im Wegpunkt unter Optionen die Warnung auf AN geändert werden. Entfernt man sich nun dem eingestellten Wert, so wird man ebenfalls mit einem sanften Ton und einer Nachricht am Bildschirm darauf aufmerksam gemacht.

 

 

Zusätzliche Features:

 

Einige zusätzliche Features, wie beispielsweise eine 2 Megapixel Kamera, eine Taschenlampe, ein Diktiergerät sowie ein MP3 Player machen aus dem Triton ein Allroundgerät. Welche nun tatsächlich genutzt werden und welche nicht hängt natürlich vom Besitzer ab. Nützlich finde ich auf alle Fälle die Taschenlampe. Mit drei LEDS ist das Licht zwar nicht gerade stark, reicht aber für die meisten Fälle locker aus. Für Schnappschüsse, wenn man mal die Digicam zuhause vergessen hat, reicht die 2 Megapixel Kamera ebenfalls aus, für mehr aber auch nicht. Man sollte sich also lieber nicht zuviel von der Qualität erwarten. Der MP3 Player wurde von mir nicht getestet, kann aber durchaus für Unterhaltung sorgen, falls man mal alleine unterwegs ist. Eines sollte man bei all diesen netten Kleinigkeiten jedoch beachten, die Batterien werden dadurch sehr stark belastet.

 

 

Fazit:

 

Der Triton 2000 von Magellan ist ein durchaus sehr interessantes GPS Outdoor Gerät mit einem sehr guten GPS Empfang und ein paar nützlichen Zusatzfunktionen. Die Hardware ist sehr gut, die Software leider noch nicht so. Aber was noch nicht ist kann durch Updates noch werden!

 

Vorteile: guter Empfang, großes Display, wasserdicht, großer Speicher, einfache Bedienung, nette Zusatzfunktionen wie Taschenlampe und Digicam, bald auch volle Unterstützung für Rasterkarten!

Nachteile: geringe Akkulaufzeit, keine Peilung möglich, PC-Verbindung umständlich, Bedienung teilweise nicht ganz logisch, einige Menüpunkte anfangs nicht nachvollziehbar.

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