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Statistik:
Touren: 411
Hütten: 1002
Gipfel: 21067
Testberichte -> GPS-Vergleich
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Erster Vergleichstest:
Den ersten Vergleichstest führte ich bei der Tour auf den Hochkalter durch. Am Parkplatz, der im Wald liegt, fand das Garmin 60CSX nach etwa 40 Sekunden genug Satelliten um die Position zu fixieren. Der Polaris-Empfänger brauchte in etwa gleich lang. Als einziges Gerät fand die Suunto Uhr zu beginn keine Position. Nach 5 Minuten warten hab ich es aufgegeben und wir starteten die Tour mit den beiden anderen Geräten. Im folgenden Google Earth Bild ist ein Vergleich der beiden GPS-Geräte während des Aufstieges auf den Hochkalter zu sehen.

Garmin 60CSX:Die rote Linie gehört dem Garmin Gerät. Wie immer eine sehr genaue und gute Messung während des gesamten Aufstieges.

Polaris MTK Empfänger: Die gelbe Linie stammt vom GPS-Empfänger der Marke Polaris. Es handelt sich dabei um einen Bluetooth GPS Empfänger mit MTK Technologie (MTK ist einer mit SIRF III vergleichbarer GPS-Empfänger). Die Software zum Aufzeichnung der Tracks befindet sich auf einem Nokia 5500, welches während der gesamten Tour eine Bluetooth-Verbindung zum Empfänger aufrecht erhält. Der Akku des GPS Empfängers hält ca. 20-25 Stunden durch, der des Handys bei eingeschaltetem Bluetooth maximal 10 Stunden. Für eine Tagestour also absolut ausreichend.
Der MTK-Empfänger zeigt großteils sehr genaue Messungen an. Teilweise ist eine Abweichung vom Garmin erkennbar. Im schlechtesten Fall betrug diese Abweichung 40m, wobei ich solche Abweichungen nur sehr nahe an einem Felsen erkennen konnte. Im Wald war kein Unterschied zwischen MTK und Garmin erkennbar. Am Anfang der Tour (Bild ganz oben) ist sogar bei einer Stelle der MTK direkt auf dem Weg, Garmin weicht kurz etwa 20m ab, ist aber sofort wieder am "richtigen Weg"
Die Suunto X9i fand am Gipfel nach etwa 3 Minuten ein Signal und fixierte die Position. Während des Abstieges waren anfangs die Abweichungen jedoch wieder so gross, dass keine brauchbare Aufzeichnung vorhanden war. So angenehm und brauchbar die Suunto auch wirkt, im ersten Test hat sie voll versagt.
Zweiter Vergleichstest:
Der zweite Vergleichstest fand bei einem kleinen Rundgang von etwa 3km durch Wald und über Wiesen statt. Beim Start fanden das Garmin 60CSX sowie der Polaris Empfänger nach etwa 40-50 Sekunden genug Satelliten um die Position zu fixieren. Die Suunto X9i hatte nach etwa 2 min ebenfalls eine Position gefunden.

Garmin 60CSX:Die rote Linie stammt wiederum vom Garmin Gerät. Auch hier sieht man während der gesamten Tour eine exakte Linie auf dem Wanderweg.

Polaris MTK Empfänger: Die gelbe Linie stammt vom MTK-Empfänger (Polaris). Im Wald weicht diese Linie teilweise etwas von der roten Linie ab. Dies liegt jedoch auch daran, dass weniger Trackpunkte aufgezeichnet wurden (Abhängig von der jeweiligen Einstellung).
Die Suunto X9i fixierte zwar anfangs eine Postion, im Wald jedoch waren die Abweichungen wieder so gross dass keine brauchbare Aufzeichnung gespeichert wurde (grobe Aussetzer mit bis zu hundert Meter Abweichung kamen öfters vor).

Dritter Vergleichstest:
Diesmal führte ich einen Test im Ortsgebiet durch. Die Streckenlänge betrug diesmal etwa 1,2km. Das erste Drittel verlief bei freiem Himmel über Wiesen, das zweite Drittel durch das Ortsgebiet umgeben von normalen Dorfhäusern und das dritte Drittel entlang einiger Bäume.

Garmin 60CSX:Die rote Linie stammt wiederum vom Garmin Gerät. Auch hier sieht man w6auml;hrend der gesamten Tour eine exakte Linie auf dem Weg. Wie erwartet war die Positionsbestimmung während der gesamten Strecke ziemlich exakt, die maximale Abweichung betrug 8 Meter. Der Kaltstart betrug 40 Sekunden.

Suunto X9i: Die gelbe Linie stammt von der Suunto X9i. Der Empfang ist auf dieser kurzern Strecke zwei mal abgerissen. Das Aufzeichnungsintervall betrug eine Sekunde, d.h. es wurde jede Sekunde die Position gespeichert. Erster Abriss war zwischen den Dorfhäuser (im Bild ganz unten zu sehen), der zweiter Abriss unter Bäumen (im Bild oben zu sehen) Nach dem zweiten Abriss wurde keine brauchbaren Ergebnisse mehr ermittelt. Die Kaltstartzeit der Suunto betrug bei diesem Test etwa 2 Minuten, die Genauigkeit ist leider nicht feststellbar.
Fazit:
Im diesem Test wurden verschiedene Systeme unterschiedlicher Preisklassen miteinander verglichen. Das Garmin 60CSX, unschlagbares Topgerät, hatte natürlich bei allen drei Tests die Nase vorne. Für so ein Gerät inklusive Kartenmaterial muss man jedoch auch 500-600 Euro bezahlen. Überraschender Weise konnte der 50 Euro Polaris Bluetooth GPS-Empfänger bei den meisten Tests durchaus mithalten was die Genauigkeit betrifft. Wenn man also ein Handy mit Bluetooth besitzt wäre dies eine gute Alternative zu den doch deutlich teueren Stand-Alone GPS-Geräten. Die schon etwas in die Jahre gekommene Suunto X9i viel bei zwei von drei durchgeführten Tests durch. Lediglich beim letzten Test waren halbwegs brauchbare Ergebnisse dabei. Angesichts des hohen Preises ist diese Uhr jedoch keine Alternative zu den beiden anderen GPS-Geräten.