
Als erstes mal zur Frage: Warum teste ich so ein "altes Gerät"?
Die Antwort ist ganz einfach. Ich war auf der Suche nach einem "günstigen GPS-Gerät" welches meine Anforderungen beim Biken erfüllt. Dazu gehört eine kompakte Abmessung, ein gut lesbares Display, Kartendarstellung, ein barometrischer Höhenmesser und schlussendlich ein vernünftiger Reisecomputer, mit Angaben wie z.B. zurückgelegte Strecke, Dauer, Gesamtanstieg, usw. Das alles soll jedoch nicht allzu teuer sein. Natürlich gibt es bereits neuere Geräte, die um einiges mehr können, doch auf diese zusätzlichen Features konnte ich getrost verzichten.
Lieferumfang:
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Etrex Vista
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Trageschlaufe
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Handbuch
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PC-Interface-Kabel
Verarbeitung & Handhabung:
Optisch gehört der Etrex Vista eindeutig zu den schönsten Outdoor-GPS Geräten die es derzeit gibt. Über dem großen Display liegt ein 5-Wege Joystick, der für eine einfache Menüführung sorgt. An der rechten Seite befinden sich der Power-Schalter sowie ein weiterer Schalter für einen schnellen Wechsel zwischen den einzelnen Funktionen. Auf der linken Seite sitzen weitere 3 Schalter, welche z.B. die Zoomfunktion sowie die "Findfunktion" übernehmen! Der Etrex Vista liegt durch seine Form und Größe sehr gut in der Hand. Die Bedienung mit einer Hand ist problemlos möglich. Anfangs vielleicht etwas ungewohnt, hat man jedoch nach ein bisschen Übung die seitlich liegenden Tasten schnell im Griff.
Akkuleistung:
Der Etrex Vista wird wahlweise mit handelsüblichen AA-Batterien (1,5V) oder mit Akku-Batterien (auch 1,5V) betrieben. In der Beschreibung steht eine Ausdauer von etwa 12 Stunden. Diesen Wert erreicht man jedoch nur mit den normalen nicht wiederaufladbaren AA-Batterien. Bei meinen Test wurden mit den eher etwas teueren Markenbatterien sogar bis zu 15 Stunden erreicht. Verwendet man dagegen Akku-Batterien, also aufladbare, so verringert sich die Ausdauer deutlich auf unter 6 Stunden. Man hat also die Wahl: Entweder man nimmt die auf Dauer gesehen billigeren Akku-Batterien und muss mit 6 Stunden auskommen oder man greift zu den nicht aufladbaren Batterien und muss dafür nicht so oft wechseln.

Empfang:
Nun zu einem sehr wichtigen Punkt, dem Empfang. Der schon etwas ältere Etrex Vista kommt noch ohne der neuen SIRF III Technologie. Im Normalfall merkt man jedoch keinen großen Unterschied zu Geräten mit SIRF III. Normalfall bedeutet hier schönes Wetter und freie Sicht zum Himmel. Bei diesen Bedienungen erreicht man eine Genauigkeit von 5-7 Meter, ab und zu sogar besser. Die Sache ändert sich schon sobald man in einen etwas dichteren Wald oder in den Bergen unterwegs ist. Hier kann sich die Genauigkeit durchaus auf 20-25 Meter verringern. Bei starker Bewölkung und Regen ist der Empfang ebenfalls eher schlecht, hier muss man sogar mit Ausfällen rechnen. Die neueren Geräte mit SIRF III haben hier die Nase sicherlich vorne, obwohl der Empfang damit auch nicht überall garantiert ist.
Fahrradhalterung:
Ein weiterer wichtiger Punkt für Mountainbiker ist die Fahrradhalterung. Eine normale Fahrradhalterung kostet zwischen 10 und 20 Euro. Hier gilt wiederum: Im Normalfall ist diese völlig ausreichend. Das gilt jedoch nur für Mountainbiker die keine extremen Downhills mit ihrem Fully durchführen. In diesem Fall ist eine Federgedämpfte Halterung der Firma ....... empfehlenswert. Diese Halterung kostet jedoch um einiges mehr, ist aber für extreme Downhill-Fahrer ein "Muss". Normale Schläge steckt der Etrex Vista jedoch problemlos weg, die meisten Tourenfahrer können also getrost zur billigeren Variante greifen. Ich selber verwende die normale Halterung schon eine zeit lang und bin sehr zufrieden damit. Bei starken Schlägen jedoch kann es durchaus vorkommen dass sich das Gerät abschaltet. Das Gerät lässt sich aber danach wieder problemlos einschalten. Dieser "Fehler" tritt jedoch nur bei sehr starken Schlägen auf, welche bei Normaltouren üblicherweise nicht vorkommen.
Menü:
Das Menü ist sehr gut strukturiert und übersichtlich. Es gibt die Haiptfunktionen:
- Satelliten
- Karte
- Navigation
- Höhenmesser
- Reisecomputer
- Hauptmenü
Auf die einzelnen Punkte möchte ich hier nicht eingehen sondern auf die Seite des Herstellers verweisen: Garmin Outdoor Geräte




Navigation:
Die Navigation funktioniert für ein Outdoor-Gerät sehr gut. Es können verschiedene Werte wie z.B. Abweichung vom Kurs, Restzeit, Reststrecke, usw. angezeigt werden. Ausserdem wird die Richtung zum nächsten Nav-Punkt oder zum Ziel angezeigt. Eine Track-Back-Funktion ist ebenfalls integriert.
Display:
Das Display ist mit 4 Graustufen sicherlich nicht am neuesten Stand. Die neueren Geräte besitzen bereits Displays mit 256 Farben. Jedoch bietet das Graustufendisplay des Etrex Vista eine Kontrastreiche Darstellung der Information sowie eine sehr gute Lesbarkeit auch bei direkter Sonneneinstrahlung. Diese zwei Punkte sind meiner Meinung nach auch die wichtigsten beim Mountainbiken, somit eignet sich das Display sehr gut beim Biken.
Größenvergleich:

Kartendarstellung:
Grundsätzlich ist mit dem Garmin Etrex Vista eine Kartendarstellung möglich. Zu diesem Zwecke ist auch die Basiskarte von Europa vorinstalliert. Für detailiertere Karten kann man diese nachträglich installieren. Es stehen dafür 24 MB Speicher zur Verfügung. In der Kartendarstellung gibt es jedoch einen Nachteil. Da der Etrex Vista nur ein 4-Graustufen-Display besitzt, können einige der Informationen der Karten, wie z.B. Höhenbereich usw. nicht dargestellt werden. In der Regel stört das beim Biken nicht wirklich, da dort eh nur die Strassen und Wege von Interesse sind.
Fazit:
Der Garmin Etrex Vista ist für Mountainbiker eine günstige Alternative welche alle wichtigen Features integriert hat. Wer also Wert auf gute Ausdauer, Kartendarstellung und einfache Bedienung legt, der fährt mit diesem Gerät bestimmt gut. Abstriche machen muss der Etrex Vista beim Empfang, da die neue SIRF III-Technolgie noch nicht integriert ist. Einen "großen" Unterschied konnte ich beim Biken jedoch noch nicht feststellen, der meiner Meinung nach 200-300 Euro Wert wäre. Alles in allem handelt es sich beim Garmin Etrex Vista um ein sehr gelunges GPS-Gerät, welches nahezu ideal für Biker ist.
Meinungen anderer Nützer:
Mit einer Menge Fragezeichen versehen
Nach knapp zwei Jahren Nutzung dieses Geräts kann ich folgendes Fazit
ziehen: Verarbeitung und Wasserdichtigkeit top. Ausgenommen der Batterieabdeckung,
wenn das Gerät auf einem MTB montiert ist. Dann kann es schon mal
- zwar selten - zu Aussetzern k
mehr...
ommen, weil vermutlich die Stromzufuhr unterbrochen wird. Hier sollte
man als Biker überlegen, ggfl. eine andere Halterung zu nutzten,
welche das Gerät komplett umschließt, und nicht an dem B-Fach
rüttelt. Die Bedienung der aufgespielten Software ist übungsbedürftig
- und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit der Einführung der 60iger
Klasse wurde diese stark verbessert. Der Speicher von 24 MB ist hinterlegte
Karten grundsätzlich ausreichend. Will im Klartext heißen,
man kann einen Kartenkoridor von Frankfurt bis zum Bodensee hinterlegen,
so dass immer eine Moving-Map vorhanden ist. Aufzeichnungsgenauigkeit
ist auch ausreichend. Auf einer Strecke von knapp 400 km durch die Alpen,
lediglich einige kurze Aussetzer. Hier wurden die Daten mit einem 60C
verglichen, der auf der gleichen Strecke keine einzige Fehlaufzeichnung
zu verzeichnen hatte. Dafür ist dieses Gerät aber auch teurer
und neuer. Das Display ist ausreichend und gut. Habe noch keine Farbe
vermisst. Die Batterielaufzeit ist okay, ebenso für Akkus. Wunder
sollten keine erwartet werden. Eineinhalb Tage beim Biken, ergo so 8 Stunden,
hat eine Ladung gereicht. Bei Kälte, selbst getestet auf dem Timmelsjoch,
verkürzt sich die Laufzeit deutlich. Das Problem, und das haben alle
diese GARMIN-Geräte ist, die Softwareanbindung von Fremdherstellern.
Durch diese Programmungetüme wird eine Nutzung eines GPS-Systems
für Räder nicht wirklich einfach. Eine Einarbeitungszeit von
mehreren Tests - oder auch Wochen - sollte eingeplant werden. Unter dem
Strich bleibt zu sagen, funktioniertes Gerät, was mich bis jetzt
immer ans Ziel geführt hat. Für die umständliche Zubehörsoftware,
welche leider benötigt wird, kann Garmin leider nichts. Somit vier
Sterne.